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Liebe Gäste,


An dieser Stelle ein paar Worte zum geplanten Bau der Bundesstraße 210 zwischen Aurich und der Autobahn 31.


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Landesplanerische Feststellung zur B210

Verlaufskarte B210


Die "Landesplanerische Feststellung Raumordnungsverfahren für den Neubau der Bundesstrasse 210n zwischen Riepe (A 31) und Aurich einschließlich Ortsumgehung Aurich". Dieses vom Landkreis Aurich erstellte Dokument enthält verschiedene Anmerkungen zum Upstalsboom.

Seite 25/45 (Untervariante U2):

"Der gem. § 26 NNatG landschaftsschutzwürdige Bereich Upstalsboom und Umgebung wird beeinträchtigt, es gehen wertvolle Biotope und Wallhecken verloren. "

Seite 40/45 (Bewertung der Auswirkungen des Vorhaben für alle Varianten):

"Der gem. § 26 NNatG landschafsschutzwürdige Bereich um Upstalsboom wird zerschnitten, es gehen wertvolle Biotope, Wallhecken und ein Naturdenkmal verloren.

Vielleicht sollte man auch nicht vernachlässigen, was nicht in dem Dokument steht. Mit keinem Wort wird auf die Bedeutung dieser Stätte für die Friesen eingegangen. Demnach wurde auch keine "Interessenvertretung" der Friesen zu einer Stellungnahme eingeladen oder diese hat keine Stellungnahme abgegeben.

Wir haben lange überlegt, weshalb der Teilneubau der B210 notwendig sein sollte. Leider sind wir zu keinem sinnigen Ergebnis gekommen. Der Wunsch der Stadt und des Kreises Aurich, adäquat an die Autobahn angeschlossen werden zu werden, ist durchaus nachvollziehbar, aber muss man hier symbolisch mit der Axt durch den Wald rennen? Aber halt, warum symbolisch? Der Vergleich ist so weit nicht hergeholt. Wenn man bedenkt, dass die Trassenführung des geplanten Stücks der B210 einiges an Enteignungen und Landschaftsverschandelung nach sich ziehen wird, ist der “Axt-Vergleich“ mehr als angebracht, zumal die Trassenführung, wie bereits erwähnt,  in Rufweite zum höchsten friesischen Kulturdenkmal –dem Upstalsboom- entlang führen soll. Hallo, liebe Straßenplaner, geht’s noch? Wir hoffen, unsere friesischen Brüder und Schwestern aus Nord- und Westfriesland sowie die ostfriesischen Kulturverbände werden sich zu diesen Planungen ebenfalls zu Wort melden.

Von der Kostenkomponente mal ganz abgesehen, ist die geplante Trassenführung auch mehr als unlogisch. Aurich ist bereits an die Autobahn angebunden, und zwar durch die B72. Eigentlich doppelt: denn in Richtung Westen ist Aurich über die B72 in Emden an die A31 angebunden und Richtung Süden über die B72 über die Anschlussstelle Filsum an die A28.

Wenn man sich jetzt die Bauweise der B72 von Filsum Richtung Cloppenburg anschaut, welche dreispurig mit wechselnden Überholstreifen ausgerüstet ist (siehe folgende Grafik!), fragt man sich, warum führt man dieses System nicht einfach fort. Der finanzielle Aufwand ist wesentlich geringer und Fachleute haben im Vorfeld bestätigt, dass dieses Vorhaben in diversen Teilverläufen der B72 umsetzbar ist.





Hallo, liebe Auricher Politiker und Verwaltungsbeamte! Denkt doch mal nach! Wollt Ihr eine smarte kostengünstige Lösung oder wollt Ihr Euch ein teures Denkmal setzen, wo Eure Mitmenschen drunter zu leiden haben? Es darf gehofft werden, dass man in den Auricher Amtsstuben zur Besinnung kommt.

Grundsätzlich sind weitere Informationen auf der WebSite der Bürgerinitiative BILaNz Aurich e. V. zu finden:


www.bilanz-aurich.de

Anhand dieser wenigen Informationen kann man sich sicherlich kein umfassendes Bild von diesem Straßenbauprojekt und deren Auswirkungen machen. Wenn die Zeit dafür reif ist, sind persönliche Gespräche mit den "Spezialisten" der Bürgerinitiative BILaNz dazu besser geeignet.
 

Falls dann gewünscht, wird der Kontakt gerne hergestellt.





 

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