Mitgliederversammlung macht klar: "Jetzt packen wir an!"
Die Sitzung wurde mit einem Grußwort des 1. Vorsitzenden, Eike Steinig, eröffnet.
Im Nachgang zu den Kommunalwahlen gaben die gewählten Gremienvertreter der Friesen Auskunft über die aufgenommene Arbeit:
Holger Kleihauer (Hesel) vertritt die Friesen im Kreistag Leer sowie im Gemeinderat und Samtgemeinderat Hesel. Holger Kleihauer stellte die Fraktionskonstellation "B2F", der die Friesen im Kreistag angehören, vor. Diese Fraktion wird zusammen mit den "Bürgern für Rhauderfehn" und der FDP gebildet. Die Friesen besetzen über die Fraktion B2F im Kreistag einen Sitz im Personalausschuss, im Ausschuss für Soziales, Im Ausschuss "Gesundheit und Sport", im Feuerwehrausschuss, im Schulausschuss für allgemeinbildende Schulen sowie im Ausschuss "Regionalrat Ostfriesland".
Im Samtgemeinderat Hesel nimmt Holger Kleihauer am Ausschuss für Finanzen und Personalangelegenheiten teil.
Bernhard Müller (Rhauderfehn) repräsentiert die Friesen im Gemeinderat Rhauderfehn. Bernhard Müller berichtete über die Fraktionsbildung im Rat der Gemeinde Rhauderfehn. Er vertritt die Friesen in den Ausschüssen "Hochbau, Tiefbau" sowie im "Feuerwehr"-Ausschuss, dessen Vorsitz er inne hat.
Ralf Bieneck (Marienhafe) ist für die Friesen im Samtgemeinderat Brookmerland und dort Mitglied im Ausschuss "Bau- und Umwelt" sowie Vorsitzender im Ausschuss "Wirtschaft -Touristik - Kultur".
Die Berichte der Gremienvertreter rundete Eike Steinig ab: "Wir haben im Wahlkampf Flyer verteilt und unsere Themen überschrieben mit dem Motto: "Das packen wir an:".
Nun ist es soweit: Jetzt packen wir an!"
Die zukunftsprägenden Themen "Fracking und CO2-Verpressung in Friesland", "Fehlerhafte Regionalplanung", "Arbeit und Bildung" und "Stärkung der regionalen Verwaltung und Steuerung" waren Schwerpunkte in den Vorträgen und Diskussionen auf der Versammlung. Etliche Teilnehmer adressierten in entsprechenden Wortbeiträgen ihre Überzeugung, dass die Friesen diese Themen über die besetzten Gremien adressieren müssen und werden.
Aus Wilhelmshaven wurde berichtet, dass die Friesen nun doch im Stadtrat vertreten sind - zwar nicht mit Sitzen, aber über ihre Themen: Die CDU musste anerkennen, dass auch sie an den Wahlkampf-Kernthemen der Friesen nicht vorbei kommt und hat sie in ihr Programm übernommen. Somit hat der Wahlkampf der Friesen in Wilhelmshaven doch etwas bewegt - der große Dank dafür, so der Vorstand, gebührt Fred Iken.
Eine ebenfalls sehr konstruktive Diskussion entspannte sich über die Frage der kommenden Landtagswahl. Hierzu stellte ein Teilnehmer klar: "Gern versucht man uns Friesen darauf zu reduzieren, dass wir rückwärtsgewandt irgendwelche alten Zustände wieder einführen möchten. Sowas ist Unsinn, aber es muss erlaubt sein, daran zu erinnern, dass Friesland bessere Zeiten erlebt hat und wir nehmen dies als Beweis dafür, dass es hier auch wieder besser gehen kann. Ein Element dieser Verbesserung ist, stärker als bisher vor Ort zu entscheiden, was in der Region passiert, und nicht im entfernten Hannover. Das ist unser Modell und dieses Modell lässt sich auch in anderen Regionen Niedersachsens anwenden, es ist ausdrücklich nicht auf Ostfriesland begrenzt."
Turnusmäßig standen Nachwahlen in den Vorstand an, hierbei wurden Hilde Betten, Marienhafe, und Fred Iken, Wilhelmshaven, als Beisitzer in den Vorstand gewählt.
Die offizielle Mitgliederversammlung schloß um 18:30 Uhr und fand in der Bagbander Brauerei eine Fortsetzung in gemütlicher Runde zum weiteren persönlichen und politischen Austausch.