Pressemitteilung

Wo bleibt die Sicherheit für die Bürger in Etzel?

Am 2. Januar 2018 kam es zu einem Zwischenfall auf dem Gelände der Firma Uniper in Etzel.
 
In unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 436 kam es auf der Anlage der Firma Uniper – vormals e-on – zu einem Zwischenfall. Durch eine plötzlich auftretende Störung innerhalb des Gasleitungsnetzes mussten Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden. Dabei entwich das in der Leitung befindliche Gas über mindestens 45 Minuten unter starken Ausblasgeräuschen in die Umwelt. Es kondensierte und bildete eine sechs bis acht Meter hohe sichtbare Dampfwolke. An einer zweiten Stelle war sogar eine Gasflamme über der bodennahen Armatur zu sehen. Selbst in Horsten nahmen Bürger Gas- und Verbrennungsgerüche wahr.
 
Beunruhigte Bürger nahmen Kontakt mit der Partei „Die Friesen“ auf, die sofort die kooperative Leitstelle Ostfriesland in Wittmund informierte – dort war der Vorfall aber nicht bekannt.
 
Obwohl die Firma Uniper betont, es gab zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bürger, ergab sich durch Nachfrage bei Sicherheitsexperten ein völlig anderes Bild. Demnach sei ein Feuer im Bereich einer Armatur bei Druckentlastung ein absolut ungewöhnlicher Vorfall. Bei jedem Feuer in einem so hochsensiblen Anlagenbereich, außerhalb der vorgesehenen Fackel, sei von einem Notfall auszugehen. Auch sei die Dauer der Leitungsentspannung sehr ungewöhnlich.
 
Wie leicht hätte in Etzel etwas Ähnliches passieren können, wie in Österreich am 12. Dezember vergangenen Jahres, als es zu einer massiven Explosion an einem Gasverdichter der Firma OMV gekommen war.
 
Die Partei „Die Friesen“ fordert daher eine detaillierte Aufklärung des Vorfalls durch das Landesbergamt in Hannover. Außerdem müssen rund um das Kavernenfeld endlich Gasmelder installiert werden, die bei ausströmendem Gas sofort die Leitstelle der Feuerwehren in Wittmund alarmieren.
 
Gleichzeitig wiederholen „Die Friesen“ ihre Forderung, den Kavernenbetrieb im Umkreis von 500 Metern zu Wohngebäuden zu untersagen.
 
„Die Friesen“ fordern den zuständigen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann auf, seiner Verpflichtung nachzukommen, Gefahr von Leib und Leben der betroffenen Anwohner abzuwehren.
 

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.