Rettung eines ostfriesischen Kulturguts.

In Westgroßefehn steht ein Kapitänshaus mit einem wunderbaren Tapetenzimmer aus dem Jahr 1807.

Tapete im Kapitänshaus in Westgroßefehn von 1807. Foto: Moritz Messerer

Gleich an der Landstraße und am Großefehnkanal steht im kleinen Ortsteil Westgroßefehn das einstige Kapitänshaus. 1807 wurde das Haus fertiggestellt, wie der Giebelstein mit Jahreszahl festhält.

Noch vor der Errichtung seines Wohn- und Wirtschaftsgebäudes hatte Kapitän Tole Janszen Wiese 1804 bei der niederländischen Manufaktur “Schilder, Druk en Behangelsfabriek” eine repräsentative, handgemalte Leinwandtapete in Auftrag gegeben. Die umlaufende, auf Leisten gespannte Wanddekoration wurde in den südwestlichen Wohnraum eingebaut.

Um dieses Kleinod zu erhalten, werden 120 000,-€ für die Restaurierung benötigt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat schon 75 000,-€ zur Verfügung gestellt, für die Restsumme sammeln die neuen Bewohner Moritz und Vanessa Messerer noch Geld. Mittlerweile haben sie schon etwas über 20 000,-€ zusammen, aber es fehlt immer noch etwas.

Die Partei „Die Friesen“ möchte dieses tolle Engagement der jungen Leute mit 500,-€ unterstützen. Es ist lobenswert von dem jungen Paar, dass sie dieses einmalige ostfriesische Kulturgut erhalten wollen.

Kapitänshaus in Westgroßefehn.
Kanal und Klappbrücke in Westgroßefehn.