Neue Friesenbrücke ferner denn je

Nicht überraschend: Runde zur Friesenbrücke ohne Ergebnisse

Friesenbruecke WeenerEs kam, wie es zu erwarten war:
– Die Meyer-Lösung würde die
Bauzeit erheblich verlängern
– Die Frage der Kostenaufteilung
konnte nicht gelöst werden
– Die Belange der betroffenen Bürger
während der verlängerten Bau-
zeit bleiben unberücksichtigt

 

Zwar hat wenigstens Bahnchef Dr. Grube einen klaren Kurs und verfolgt zielgerichtet den Wiederaufbau. Die Friesen wundert es aber nicht, dass sich weder die Bahn noch das Land Niedersachsen auf das „Angebot“ der Meyer-Werft einlassen konnten und die Runde in Hannover letztendlich erfolglos verlief.

 

Das „Angebot“ der Meyer-Werft, 1 Million Euro beizusteuern für all die Vorteile, die das Unternehmen im Gegenzug bei Umsetzung seines Lösungsvorschlags erhält, werden viele als gewohnt unverschämt bezeichnen.
Letztendlich war an fünf Fingern abzählbar, dass die Runde so einem „Angebot“ nicht würde zustimmen können. Und wer mit so einer inakzeptablen Mogelpackung in eine Verhandlung geht, muss sich vorhalten lassen, billigend die Verschwendung von Steuergeldern für die Kosten einer absehbar ergebnislosen Runde in Kauf zu nehmen.

 

Dass es bzgl. der erweiteren Bauvariante erneut zu keiner Entscheidung kam, ist nicht nur beschämend. Es werden in diesem Punkt auch wiederholt die Bedürfnisse der Anwohner außer Acht gelassen. Gerade für diese muss eine schnelle Lösung für eine Emsüberquerung her, was durchaus auch in Form einer Übergangslösung erfolgen kann. Wenn sich der Bau durch die besonderen Wünsche der Meyer-Werft zusätzlich verzögert und verteuert, sind diese angemessen von der Werft zu kompensieren – dies betrifft sowohl die Mehrkosten wie auch eine vorübergehende Alternativquerungen wie z.B. eine Fähre.

 

Denn üblich ist: Wer die Musik bestellt, der muss sie auch bezahlen. Unternehmen sind davon nicht ausgeschlossen.

 

Die Friesen fordern die Beteiligten zu einem konstruktiven Ansatz auf: Den Betroffenen zumindest für die Dauer der verlängerten Bauzeit eine Fährverbindung zur Verfügung stellen und die Mehrkosten in dem Maße verteilen, wie Bahn, Land und Werft davon Nutzen haben – das wäre eine ausbaubare Einstiegsposition. Und wenn es Schwierigkeiten bereiten sollte, den Nutznießer auszumachen: Es könnte einen Grund haben, warum die alternative Brückenvariante „Meyer-Lösung“ heißt.

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