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Misstrauen und Ärger im Kavernenbeirat – Ein Kommentar von Andreas Rudolph (BI)

Moin aus Etzel,

 

es ist schon verwunderlich: Eine Vielzahl von hochrangigen Behördenvertretern sitzt mal wieder, anlässlich der Kavernenbeiratssitzung in Etzel zusammen und hört sich geduldig an, wie die Storag Etzel ( formerly known as IVG Caverns)  mit einer Vielzahl von Themen in die Defensive gerät. Sei es in den Fragen der Bodenabsenkungen, der Endverwahrung, dem Gebäudemonitoring, den Sicherheitsabständen ihrer Gaskavernen zu den Wohnhäusern und der Weigerung in der Auswirkungsanalyse auch den worst-case-Fall untersuchen zu lassen. Auch die Tatsache, dass das Senkungsgutachten der BGR nicht an die Teilnehmer des Kavernenbeirats verteilt wurde, wird hingenommen. Wobei die Einsichtnahme, in den Räumen der Gemeindeverwaltung in Friedeburg. eine Farce ist. Warum stellt die Storag Etzel die Expertise nicht öffentlich zugänglich auf ihre Homepage? Hat man etwa mal wieder was zu verbergen? Und wieso lässt sich die Gemeinde Friedeburg zu einem Erfüllungsgehilfen der Kavernenbauer machen? Haben die Mitarbeiter der Verwaltung nichts Besseres zu tun, als interessierten Bürgern, Einsicht in ein fragwürdiges Gutachten der Storag Etzel zu geben?

 

Und dann machen die Kavernenbetreiber und deren Mieter, ganz nebenbei, ein ganz neues „Fass auf“. Sie spekulieren darüber, die Speicherung von Gas in Kavernen schon recht kurzfristig einstellen zu wollen. Zum einen, aus wirtschaftlichen Gründen und zum anderen, weil ihnen im wahrsten Sinn des Wortes bald das Wasser bis zum Hals steht und die Kavernen kaum noch sinnvoll betrieben werden können. Dass die Storag Etzel bisher immer behauptet hat, selbst das größte Interesse an der Trockenhaltung, der von den Absenkungen betroffenen Flächen zu haben, wäre mit dieser Aussage ad absurdum geführt. Ganz nach dem Motto: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Ein großer Konzern kann das ganz einfach machen, aber was ist mit den Menschen die hier wohnen? Mittel, diese zu entschädigen, wird nach dem Ende der Gas- und Ölspeicherung in den Kavernen, nicht zur Verfügung stehen.

 

Und was ist mit den vom LEBG beauflagten Sicherheitsleistungen, für den Rückbau der Kavernen, für welche von der Storag Etzel in den nächsten 100 Jahren hinterlegt werden sollen? Diese müssten nun doch wohl spätestens innerhalb der nächsten 30(!) Jahre angespart werden. Dann läuft nämlich der letzte Mietvertrag für die Kavernen aus. Diese danach erneut wieder zu vermieten, dürfte nach dem heutigen Kenntnisstand, sehr unwahrscheinlich sein.

 

Nicht unbemerkt möchte ich lassen, dass die zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen ausschließlich für den Rückbau der Kavernen zu verwenden sind. Hieraus sind keine Ewigkeitskosten, Schadenersatzleistungen oder ähnliches zu bestreiten. Diese Aufwendungen sind von der Storag Etzel darüber hinaus zurückzulegen. Auch hier sei die Frage erlaubt, wie der Kavernenbetreiber dieses in der jetzt viel kürzer zur Verfügung stehenden Zeit, bei den noch bestehenden Gewinnabführungsverträgen, an den Mutterkonzern, überhaupt leisten kann.

 

Um nun den Bogen zu den eingangs erwähnten Behördenvertretern zu schließen: Diese hörten sich im Wesentlichen geduldig an, was die Industriellen aus Etzel und deren Gegner von der BI zu berichten hatten und gingen ihrer Wege.

 

Genau wie das Wegbrechen der Steuereinnahmen, wurden die nun am Horizont von Etzel aufziehenden dunklen Wolken, schon vor einigen Jahren von der BI prophezeit. Erschreckend dabei ist nur, mit welcher Geschwindigkeit die Vorhersagen eintreten.

 

Ob ich nun abschließend fordere, dass die Landesregierung in Hannover zu den beschriebenen Problemen unverzüglich tätig werden muss, wird dort wohl so großes Interesse, wie der viel zitierte Sack Reis in China hervorrufen.

 

Bliebe nur noch diese Möglichkeit, um unseren Problemen Gehör zu verschaffen:

 

Rent a Sozi.

 

Andreas Rudolph

-Pressesprecher und 2. Vorsitzender der BI Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx-

 

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