BI Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx:

IVG Caverns: Sicherheitskrise bei der IVG. Die Lage ist ernst!

Nachdem bekannt geworden ist, dass eine IVG Tochter in den USA den Hersteller von Sicherheitsventilen verklagt hat, wird Seitens des technischen Betreibers, der IVG Caverns in Etzel, entgegnet, dass nicht die Sicherheitsventile in einem gefährdeten Zustand seien, sondern lediglich die Förderstränge, die aus einem minderwertigen Stahl hergestellt worden seien.

 

Wenn man hingegen die Veröffentlichung der amerikanischen Medienagentur Bloomberg aufmerksam liest, denen nicht nur die Klageschrift vorgelegen hat, sondern auch Gespräche mit Beteiligten geführt hat, wird mit keiner Silbe das Wort Förderstrang erwähnt. Explizit und detailliert wird von Sicherheitsventilen gesprochen. Hiernach werden die in Etzel an 30 Kavernen verwandten Sicherheitsventile, die im eigentlich für den deep-water Bereich konzipiert wurden bei bestimmungsgemäßem Gebrauch mit anderen Komponenten verschraubt (threaded) und verbolzt (bolded) und nicht wie in Etzel geschehen, verschweißt, da bei einem verschweißen Mikrorisse entstehen können. Deshalb sagt „Bloomberg“ auch, dass diese Ventile niemals so hätten eingebaut werden dürfen, wie man es in Etzel gemacht hat.

 

Nach Auffassung der BI sind die eingeschweißten Sicherheitsventile nicht, wie für diese Art der Ventile vorgesehen, verschraubt worden, da eine Verschraubung in 50 Meter Tiefe, dem daran hängenden tonnenschweren Förderstrang nicht hätte standhalten können. Unserer Auffassung nach, die durch den Bericht von Bloomberg bestätigt wird, ist die Schweißnaht am Sicherheitsventil abgerissen. Dass Förderrohr soll nun am besagten Sicherheitsventil mit dem darüber liegenden Rohr mittels Streben und Schieberstücken wieder verbunden und stabilisiert werden. Da das eingebaute Sicherheitsventil nicht mehr funktionsfähig sein dürfte, fordert das LBEG nunmehr ein „zweites“ Sicherheitsventil einzubauen. Unserer Auffassung handelt es sich bei dieser Art von Reparatur unter geologischen Gesichtspunkten um eine „Tesafilmlösung“.

 

Da eine Reparatur der Kavernen, wenn man diese unter den vorgeschriebenen Bedingungen durchführen würde und nicht wie in Etzel unter amateurhaften Bedingungen, die auch noch durch das LBEG und Minister Lies geduldet werden, kaum möglich wäre, hat man sich bei der IVG Tochter Triuva zu dieser Klage genötigt gefühlt, um wenigstens noch einen Teil des eingesetzten Vermögens retten zu können. Den in Etzel eintretenden Vertrauensverlust wird man bei Einlegung der Klage seitens Triuva mit eingerechnet haben und als Kollateralschaden abschreiben.

 

Landrat Köring und Bürgermeister Goetz sollten sich bei ihrem angekündigten Besuch bei der IVG in Etzel die Originalklageschrift vorlegen lassen und sich die daraus ergebenen Widersprüche zu den Presseerklärungen der IVG Caverns erklären lassen. Beide sind nämlich auch für die Sicherheit der hier lebenden Menschen verantwortlich.

 

(Autor: Andreas Rudolph, Pressesprecher BI Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx)

 

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