Meyer-Werft muss alternative Emsüberquerung bereit stellen

Friesenbrücke bei Weener: Belange der betroffenen Bürger dürfen nicht hintenan stehen

Friesenbruecke WeenerNachdem die Meyer-Werft im Dezember 2016 ihre eigenen Vorstellungen für eine Wiederherstellung der Eisenbahnbrücke bei Weener nachgeschoben hatte, wurden die bereits angekündigten Informationsveranstaltungen zum Fortschritt des Vorhabens abgesagt.
Mindestens bis 2023 wären die Anwohner bei der von der Meyer-Werft favoritisierten Bauvariante ohne Brücke. Diese soll nach Informationen der Rheiderland-Zeitung demnächst im Wirtschaftsministerium in Hannover diskutiert werden. Dabei wird von einer zwei Jahre längeren Bauzeit gesprochen.
Für die betroffenen Bürger bedeutet dies: mindestens sechs Jahre ohne Brücke – oder vielleicht sogar noch länger?

 

Die Friesen fordern die verantwortlichen Politiker auf, dass eine klare Auflage an die Meyer-Werft ergeht, bei einer verlängerten Bauzeit eine alternative Emsüberquerung bereit zu stellen.
Denn wer seine persönlichen Vorstellungen bei der Auslegung einer Brücke berücksichtigt sehen möchte, um sich seine Arbeit angenehmer zu gestalten und seinen Profit zu sichern, kann dafür nicht den betroffenen Bürgern die Unannehmlichkeiten und Mehrkosten einer daraus noch längere Bauzeit aufbürden.

 

Ganz klar: Wenn die Variante der Meyer-Werft die Bauzeit verlängert, muss diese fairerweise mindestens ab 2021 für eine alternative Flussüberquerung sorgen.
Und eine derartige Auflage würde die Meyer-Werft auch nicht an den Rand des Ruins bringen: Die Einrichtung z.B. einer Fähre ist von der Meyer-Werft problemlos finanzierbar.
Von der anderen Seite der Grenze, aus den Niederlanden, wurden schon im Dezember angeboten, eine ersatzweise Emsüberquerung bereit zu stellen. Mit finanzieller Unterstützung der Meyer-Werft ließe sich das sicher auch realisieren.

 

Wer ‚A‘ sagt muss auch ‚B‘ sagen.

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