Partei Die Friesen entsetzt über Realitätsferne der Wittmunder Landratskandidaten

Alles schläft, einsam wacht – oder: Wenn Landratskandidaten träumen

Die Frage im „BI Info“ vom September 2016 war einfach und konkret: „Sind Sie der Auffassung, dass die Kavernen in der Gemeinde Friedeburg und die möglicherweise noch geplanten Kavernen letztendlich zu einer ökologischen Katastrophe (Zerstörung der Landschaft, Bodenabsenkungen und Umsiedlung der Bevölkerung) führen werden?“
 
Die Antworten waren teilweise verblüffend:
 
Ich erwarte von den Verantwortlichen insbesondere ein transparentes Handeln verbunden mit einer Offenlegung aller für die Region relevanten Fakten…” (Holger Heymann, SPD). Wer solche Äußerungen von sich gibt, hat anscheinend die zurückliegenden Jahre  im politischen Winterschlaf verbracht. LBEG, Behörden und Betreiber haben mehr als einmal bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, transparent zu Handeln oder die Sachlage wirklich offenzulegen. Oder dies vielleicht gar nicht wollen. Der Urheber dieser Worte, SPD-Landratskandidat Holger Heymann, hat wohl ebensowenig mitbekommen, dass sein Parteikollege Olaf Lies, der die Aufklärung des Kavernenunfalls einst zur “Chefsache” erklärt hatte, das ganze mehr oder weniger im Sande verlaufen lassen hat. „Chefsache“ sieht anders aus! Da hilft auch der PR-Textbaustein vom „… offenen Dialog mit den Bürgern…“ nichts: Risse in Häusern stopft man nicht mit Worten aus dem „offenen Dialog“.
 
Ein wenig mehr Mühe und konkretere Gedanken hat sich der CDU-Landratskandidat Hendrik Schultz gemacht. Aber wer auch immer ihm erzählt hat, dass man „… mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf der Basis dieser Werte…“ etwas ausrichten könne, hat ihm wohl verschwiegen, dass solche Kavernen so groß wie der Kölner Dom sein können und dass man da gar keine Gegenmaßnahmen mehr auf die Reihe bringt, wenn der Boden über diesen Dingern, den Gesetzen der Physik folgend, sich langsam aber sicher auf den Weg Richtung Erdmittelpunkt macht oder spontan einbricht.
 
Und beide Kandidaten lassen vollkommen offen, wer denn für all die Schäden an den Häusern aufkommt, die sich schon seit Jahren zeigen.
 
Nur einer hat sich die Mühe gemacht, offen und unvoreingenommen an das Thema heranzugehen und alle bekannten Fakten im Sinne der Bürger, die er vertreten will, zu berücksichtigen: der parteilose Landratskandidat Erwin Braun. Da wundert es nicht, dass er zu einem klaren Ergebnis ohne viel Bla-bla und PR-Schnörkelei kommt: „Diese Frage muss mit einem klaren Ja beantwortet werden. Der Ausbau hat langfristig massive Auswirkungen auf die Landschaft, Gesundheit und das Eigentum der Bürger. … Der Boden wird sich langfristig absenken.“.
 
Was auch sonst, darauf kann jeder kommen der ein wenig nachdenkt. Erwin Braun hat bewiesen, dass er das kann.

Erwin Braun Kavernen-Frage
 
Die Friesen ziehen daraus den Schluss: Am 11. September den Landratskandidaten wählen, der mehr drauf hat als leere PR-Worthülsen und die Augen nicht vor der Wirklichkeit verschließt, die man schon heute sehen kann. Auch wenn sich sein Statement nicht so schön liest wie das Märchen von der beherrschbaren, gefahrlosen Atomenergie… ääh, Kavernentechnologie.
 
Die Friesen des Landkreises Wittmund unterstützen daher den Landratskandidaten Erwin Braun.

 

 

 

BI-Info_Heymann

BI-Info_Schultz