Gemeinsam haben wir der Friesen gedacht, die in der Schlacht bei Vronen im Jahr 1297 ermordet wurden.

Gelebte friesische Solidarität

Am 10. Juni 2017 trafen sich Abordnungen aus Westfriesland, Friesland, Groningen und Ostfriesland in Vronen (heutiger Name Sint-Pancras).

 

An diesem Tag wurde vor 720 Jahren die Westfriesische Freiheit brutal beendet. Die Schlacht bei Vronen im Jahr 1297 hat tausenden Friesen das Leben gekostet. Ihnen zur Erinnerung wurden zwei Gedenktafeln an dem Platz der Schlacht angebracht und für die vier Heerführer der Friesen, stellvertretend für alle getöteten Friesen, vier kleine Eichen vom Upstalsboom (Aurich/Rahe) gepflanzt.

 
 

Somit wurde der Schlacht gedacht, aber gleichzeitig auch bekräftigt, dass die Friesen immer noch zusammenstehen für Freiheit und eine interfriesische Zusammenarbeit.

 

Die Vorgeschichte der Schlacht:

  • 28.01.1256: Willem ll, König von Holland (inkl. Seeland), brach am 28. Januar auf dem Feldzug gegen die Friesen mit seinem Pferd bei Hoogwoud durch das Eis, wurde von den Friesen gefunden und getötet; die Leiche wurde verscharrt.
  • 1274 -1282: Floris V, Sohn des Königs Willem, greift 30 Jahre später Westfriesland mehrmals an um die Leiche seines Vaters zu holen. Er baut mehrere ‘Zwangburgen’ um die Westfriesen zu unterwerfen.
  • 1287-1288: Nach zerstörerischen Sturmfluten kommt es zu riesigen Überschwemmungen in Westfriesland. Floris V nützt diese Situation aus und zwingt die Friesen zu einem Bund.
  • 27.06.1296: Floris V wird in Muiden von seinen Leuten getötet und die Westfriesen nützen die Gelegenheit um die Freiheit zu erlangen.
  • 27.03.1297: Unter der Führung von Jan van Renesse wird bei Vronen entschieden, den Westfriesen eine gnadenlose Lektion zu erteilen. Etwa 3500 Westfriesen (Männer, Frauen, Kinder) werden getötet, das Dorf Vronen wird verbrannt und die Überlebenden wurden zwangsumgesiedelt.

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